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Heidelberg – Im Rahmen der NAKO Gesundheitsstudie haben mittlerweile deutschlandweit mehr als 30.000 Teilnehmer an einer Ganzkörper-Magnetresonanztomographie (MRT)-Untersuchung teilgenommen. Damit sei ein wichtiger Meilenstein erreicht, betonte der NAKO Vorstand.

Seit 2014 werden in der NAKO Gesundheitsstudie zufällig aus den Melderegistern gezogene Frauen und Männer zwischen 20 und 69 Jahren bundesweit in 18 Studienzentren medizi­nisch untersucht und nach ihren Lebensumständen befragt. Ziel ist es, chronische Erkran­kungen, wie zum Beispiel Krebs, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Rheuma, Infektionen und Depression genauer zu erforschen. Insgesamt haben 200.000 Personen an der NAKO Studie teilgenommen, davon 30.000 an der zusätzlichen einstündigen MRT-Ganzkörperuntersuchung an fünf MRT-Studienzentren in Augsburg, Berlin, Essen, Mannheim und Neubrandenburg.

Dabei werden verschiedene Aufnahmen aus den Bereichen Kopf und Wirbelsäule, muskulo­skelettales System, Lunge und Bauchorgane sowie Herz und Gefäße aufgenommen. Die Bilddaten werden von speziell zertifizierten Fachärzten für Radiologie ausgewertet. „Die Bildgebung wird ohne spezifische diagnostische Protokolle durchgeführt. Potentiell klinisch relevante Auffälligkeiten werden daher nicht als „Befund“, sondern als „Zufallsergebnis“ bezeichnet“, erklärte Hans-Ulrich Kauczor, Universitätsklinikum Heidelberg und Mitglied des NAKO MR Imaging Core, der „Schaltstelle“ des MRT-Teilprojekts.

Ihm zufolge erhalten die Teilnehmer Informationen zu potentiell gesundheitsrelevanten Zufallsergebnissen gemäß einem klar definierten Konzept: Vor Beginn der Studie haben Experten aus den Bereichen Radiologie, Epidemiologie und Ethik festgelegt, welche Zufallsergebnisse mit welcher Dringlichkeit mitgeteilt werden.

Bis April 2022 sollen rund 18.000 der Teilnehmer zum zweiten Mal im MRT untersucht werden. „Dies ermöglicht, die Entwicklung des Gesundheitsstatus der Teilnehmenden über die Zeit hinweg zu vergleichen und weitere wichtige Einblicke in die Entstehung und Entwicklung verschiedener Krankheitsbilder zu bekommen“, sagte Annette Peters, Direktorin des Instituts für Epidemiologie am Helmholtz Zentrum München und NAKO Vorstands­vorsitzende. © hil/sb/aerzteblatt.de



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