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Düsseldorf/Hamburg – Zwischen 2003 und 2019 hat sich nach Auswertungen der AOK Rheinland/Hamburg die Zahl der Krankschreibungen aufgrund von Hautkrebs mehr als verdoppelt. Das geht aus einer neuen Auswertung von Versichertendaten hervor, die das Institut für Betriebliche Gesund­heits­förder­ung (BGF) der Kasse vorgelegt hat.

Danach haben Ärzte im Rheinland im Jahr 2003 0,08 Krankschreibungen je 100 Versi­cher­tenjahre ausgestellt, die mit der Diagnose „bösartiges Melanom oder sonstige bös­artige Neubildung der Haut“ zu tun hatten. Im Jahr 2019 waren es 0,18.

Die Krankenkasse führt den Anstieg wesentlich auf UV-Strahlung zurück. „Wer seiner Haut zu viel Sonneneinstrahlung zumutet, provoziert Veränderungen, die im schlimmsten Fall zu Krebs führen können. Auch später noch, denn die Haut vergisst nie“, hieß es von der Kasse.

Besonders gefährlich könnten die Strahlen für Kinder und für Menschen hellen Hauttyps werden. „Je eher der Krebs diagnostiziert wird, desto größer sind die Heilungschancen. Deshalb sollten alle Menschen Früherkennungsangebote nutzen“, sagte Rolf Buchwitz, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg.

Er wies daraufhin, dass gesetzlich Krankenversicherte ab einem Alter von 35 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf ein HautkrebssScreening haben. Die AOK Rheinland/Hamburg bietet ihren Versicherten bereits ab Vollendung des 18. Lebensjahres solche Checks an.

Nach Angaben des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) nimmt jedoch noch nicht einmal jeder Dritte ab 35 Jahren diese Möglichkeit wahr. „Hier besteht noch großes Potenzial“, so Buchwitz.

Neben der UV-Exposition halten Dermatologen und Onkologen auch Sonnenstudios für mitverantwortlich für die Entwicklung von Hautkrebs. Eckhard Breitbart, Dermatologe und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP), erklärte in einer gemeinsamen Mitteilung mit der Deutschen Krebshilfe, der Bräunungsprozess sei immer ein „Hilfeschrei der Haut“. „Jede Solariennutzung führt zu gesundheitlichen Schäden“, so Breitbart. © hil/aerzteblatt.de



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