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Berlin – Ein in Berlin geplanter Modellversuch zur kontrollierten Abgabe von Cannabis als Genussmittel kann voraussichtlich nicht in die Tat umgesetzt werden. Das Bundesins­titut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) lehnte den entsprechenden Antrag ab, wie ein Sprecher heute sagte. Zuvor hatte die Zeitung Neues deutschland berichtet.

Nach Informationen des Blattes verstößt das Vorhaben aus Sicht des Instituts gegen das Betäubungsmittelgesetz. Zudem sei der Modellversuch „weder medizinisch noch ethisch vertretbar“, zitierte die Zeitung aus einem Schreiben des Instituts an die Berliner Gesund­heitsverwaltung.

Der Sprecher äußerte sich nicht dazu und verwies darauf, dass der Bescheid noch nicht rechtskräftig sei und das Land noch Widerspruch einlegen könne.

Im Zuge des Modellprojekts wollte der Berliner Senat Cannabis kontrolliert und wissen­schaftlich begleitet an eine begrenzte Zahl erwachsener Studienteilnehmer abgeben. Ziel sei, Drogenkonsumenten zu einem risikoärmeren oder reduzierten Konsum zu bewegen, hieß es.

Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg hatte bereits vor einigen Jahren versucht, ein solches Projekt durchzusetzen. Das BfArM lehnte den Antrag des Bezirks damals ebenfalls ab. Me­dizinisches Cannabis können sich bestimmte schwer kranke Patienten in Deutschland seit 2017 vom Arzt verordnen lassen. © dpa/aerzteblatt.de



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