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Neumünster – In einer Indoorplantage in Neumünster soll in diesem Jahr und den drei kommenden Jahren jeweils eine Tonne Cannabis für medizinische Zwecke produziert werden.

Die erste Lieferung werde im Verlauf des ersten Halbjahres erfolgen, sagte Aphria-Geschäftsführer Hen­drik Knopp. „Wir werden damit voraussichtlich das erste Unternehmen in Deutsch­land sein.“

Seit 2017 können sich Patienten Cannabis für medizinische Zwecke vom Arzt verschreiben lassen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat neben Aphria RX aus Neumünster auch den Unternehmen Aurora und Demecan den Anbau erlaubt. Insgesamt geht es um 10,4 Tonnen.

Laut der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion vom Dezem­ber wird der voraussichtliche Ankaufspreis pro Gramm bei etwa 2,20 Euro liegen.

Es steht demnach aber noch nicht fest, wie viel Apotheken dafür zahlen müssen. Im ersten Halbjahr 2020 betrug der durchschnittliche Abgabepreis in den Apotheken pro Verordnung demnach 476 Euro. Für die Patienten fiel eine Zuzahlung in Höhe von höchstens zehn Euro pro Verordnung an. © dpa/aerzteblatt.de



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