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Düsseldorf – Immer mehr schwer kranke Menschen in Deutschland bekommen Cannabis verordnet. Nach einer heute veröffentlichten Umfrage des Handelsblattes unter den drei großen Krankenkassen AOK, Techniker Krankenkasse (TK) und Barmer wurden im vergangenen Jahr mehr als 18.400 Anträge auf Kostenerstattung gestellt. Rund zwei Drittel dieser Anträge, knapp 12.500, wurden bewilligt.

2017 waren von den drei Kassen mehr als 9.300 Anträge bewilligt worden. Damit stieg die Zahl der positiv beschiedenen Anträge um etwa 30 Prozent. Die drei großen Krankenkassen AOK, TK und Barmer stehen mit rund 45 Millionen Mitgliedern für mehr als 50 Prozent der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung.

Nach einer Gesetzesänderung können Ärzte Cannabis seit dem Frühjahr 2017 schwer kranken Patienten verordnen, denen nicht mehr anders geholfen werden kann. Cannabis wird unter anderem zur Behandlung von chronischen Schmerzen, Nervenschmerzen, bei grünem Star zur Reduzierung des Augeninnendrucks oder beim Tourettesyndrom eingesetzt. Verwendet werden Cannabisextrakte, Cannabisblüten oder einzelne Cannabinoide – das sind Mittel auf Cannabisbasis. © afp/aerzteblatt.de



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