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Berlin Kinder- und Jugendrzte haben zum Weltdrogentag die Bemhungen zur Legalisierung von Cannabis kritisiert. Alle Initiativen, die den legalen Konsum fr Erwachsene erreichen wollen, htten keine Strategie, um sicherzustellen, dass Cannabisprodukte nicht an Minderjhrige weitergegeben werden, sagte der Generalsekretr der Deutschen Akademie fr Kinder- und Jugendmedizin, Hans-Iko Huppertz, heute.

Der Konsum von Cannabis in jungen Jahren stehe mit vorzeitigen Schulabbrchen und Misserfolgen in der Bildung in Verbindung, hie es. Negative Auswirkungen knnten sich demnach auch bei der Entwicklung des Gehirns und der Persnlichkeit sowie im sozialen Bereich zeigen. Durch eine Legalisierung von Cannabis werden die gesundheitlichen Gefahren des Cannabiskonsums verharmlost und jahrzehntelange erfolgreiche Prventionsbemhungen im Suchtbereich konterkariert, so Huppertz.

In einer Umfrage der Bundeszentrale fr gesundheitliche Aufklrung (BZgA) gaben im vergangenen Jahr rund 22 Prozent der 18- bis 25-Jhrigen in Deutschland an, in den letzten zwlf Monaten Cannabis konsumiert zu haben. 2016 lag dieser Anteil noch bei 16,8 Prozent, im Jahr 2008 nur bei 11,6 Prozent.

Ein Anstieg des Cannabis-Konsums ist laut Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium auch in der Altersgruppe der 12- bis 17-Jhrigen zu beobachten: 8 Prozent der Jugendlichen gaben demnach an, in den vergangenen zwlf Monaten mindestens einmal gekifft zu haben 2016 waren es noch 6,9 Prozent gewesen.

Europaweit habe bereits jeder vierte Brger Cannabis schon einmal ausprobiert dies entspreche 3,11 Millionen Menschen, wie die Deutsche Akademie fr Kinder- und Jugendmedizin mitteilte. © kna/aerzteblatt.de



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