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Berlin – Angesichts der Zunahme von Hautkrebserkrankungen will die Deutsche Krebs­hilfe die Aufklärung über die Gefahren verstärken. „Brutzelbraun als Schönheitsideal ist zwar out, aber es gibt immer noch extreme Sonnenanbeter, die sich grillen“, sagte der Vorstands­vorsitzende Gerd Nettekoven der Neuen Osnabrücker Zeitung. Zugleich warnte er, der Klimawandel mit immer neuen Temperaturrekorden verschärfe das Problem der UV-Strahlung noch.

UV-Schutz bleibe daher ein wichtiges Thema. „Ich sehe absolut keinen Grund zur Entwar­nung“, sagte Nettekoven. Auch wenn sich junge Leute heute umsichtiger verhielten, gelte gebräunte Haut „leider immer noch als vermeintlich gesund und attraktiv“. Mehr sonnige Tage verleiteten zudem dazu, noch mehr Zeit im Freien zu verbringen und die Haut da­durch länger der Sonne auszusetzen.

Die Krebshilfe verwies darauf, dass die Hautkrebserkrankungen von heute auf Jahrzehnte zurückliegende UV-Schäden zurückgehen. Dies gelte für Basalzell- und Plattenepithel­karzi­nome, bekannt als weißer Hautkrebs, sowie für das gefährliche maligne Melanom, auch schwarzer Hautkrebs genannt.

Nach einer vor kurzem veröffentlichten Untersuchung der Techniker Krankenkasse nahm von 2009 bis 2015 der häufig tödlich verlaufende schwarze Hautkrebs um mehr als 30 Prozent zu. Der weniger gefährliche helle Hautkrebs stieg um mehr als 50 Prozent. Ins­gesamt gibt es demnach rund 270.000 Neuerkrankungen pro Jahr, womit Hautkrebs die häufigste Krebserkrankung bleibt. © afp/aerzteblatt.de



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