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New Brunswick – Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson ruft in den USA einen ge­rin­gen Teil seines Pflegemittels „Baby Powder“ wegen Asbestrisiken zurück. Das Unter­nehmen begründete den Schritt in einer Mitteilung vom Freitag mit einem „Übermaß an Vorsicht“ und betonte, dass es sich lediglich um eine einzelne Produktions-Charge han­dele, bei der die Gefahr einer minimalen Asbest-Kontamination bestehe.

Allerdings ist Johnson & Johnson mit seinem „Baby Powder“ wegen angeblicher Krebs­risiken ohnehin schon mit Sammelklagen konfrontiert, deshalb birgt der Rückruf hohe Brisanz. An­leger reagierten nervös und ließen die Aktie im vorbörslichen US-Handel kräftig sinken.

Johnson & Johnson hat nicht nur wegen dieses Pflegemittels rechtlichen Ärger. Auch bei der Klagewelle gegen Unternehmen, die mit süchtig machenden Schmerzmitteln zur Opi­oidkrise und Drogenepidemie in den USA beigetragen haben sollen, ist das Unter­nehmen unter den Beschuldigten.

Zudem wurde der Konzern jüngst wegen eines Medikaments, das angeblich zu unnorma­lem Brustwachstum bei Männern führt, zu Schadenersatz in Höhe von 8 Milliarden Dollar verurteilt. Und das sind noch nicht alle juristischen Konflikte. Einer Analyse des Wall Street Journal nach musste sich Johnson & Johnson zuletzt insgesamt mit mehr als 100.000 Klägern auseinandersetzen. © dpa/aerzteblatt.de



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