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/dpa

Lyon Forscher der Internationalen Agentur fr Krebsforschung (IARC) haben herausgefunden, auf welche Weise das Gruppe-2A-Karzinogen Acrylamid, das in schmackhaften Lebensmitteln und im Tabakrauch enthalten ist, das Erbgut schdigt und dadurch die Entstehung von Tumoren anstoen kann. Die in Genome Research (2018; doi: 10.1101/gr.242453.118) vorgestellten Laborbefunde zeigen, dass der Acrylamid-Metabolit Glycidamid einen genetischen Fingerabdruck induziert, der auch bei vielen Krebsarten nachweisbar ist.

Acrylamid entsteht beim Frittieren, Braten oder Rsten in der sogenannten Maillardreaktion, die den Geschmack von Nahrungsmitteln verbessert. Auch Tabakrauch enthlt die Chemikalie, die seit einigen Jahren im Verdacht steht, krebserregend zu sein. Die IARC stuft Acrylamid aufgrund von Tierexperimenten und epidemiologischen Studien als wahrscheinlich karzinogen (Gruppe 2A) ein. Bisher war jedoch unklar, auf welche Weise Acrylamid Schden in der DNA erzeugt, die das Krebswachstum erklren knnten.

Dies scheint jetzt einem Team um den IARC-Forscher Jiri Zavadil gelungen zu sein. Die Forscher erzeugten zunchst in Zelllinien mit Glycidamid, das in der Leber aus Acrylamid entsteht, verschiedene Mutationsmuster (mutational signature). Diese Muster gingen mit der Bildung von DNA-Addukten einher, die bei der Zellteilung zu Mutationen fhren knnen und ein bekannter Mechanismus fr die Krebsentstehung sind.

Im nchsten Schritt suchten die Forscher in 1.600 Tumorgenomen, die von anderen Forschern durchgefhrt worden waren, nach den genetischen Glycidamidsignaturen. Sie fanden sie bei etwa einem Drittel aller Krebsgenome von 19 verschiedenen Tumorformen aus 14 Organen. Die hchste Anreicherung der Glycidamidsignatur wurde bei Lungenkrebs (88 % der untersuchten Tumore), Leber (73 %), Niere (ber 70 %), Gallengang (57 %) und  Cervix uteri (50 %) beobachtet.

Die Befunde sind nach Ansicht von Zavadil ein wichtiger mechanistischer Beweis dafr, dass eine in vielen Nahrungs- und Genussmitteln enthaltene Substanz charakteristische DNA-Schden erzeugen kann, die mglicherweise an der Krebsentstehung beteiligt sind. Die Ergebnisse sttzen die Einstufung von Acrylamid als karzinogene Substanz.

© rme/aerzteblatt.de

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