Eines der Hauptargumente der Fürsprecher in der Legalisierungsdebatte rund um Hanf und Cannabis sind bekanntlich die Steuern! Kurzum: die Mehreinnahmen, die durch den legalen Verkauf durch eine entsprechende Besteuerung der Hanf-Erzeugnisse erzielt werden können. Auch wenn der deutsche Markt auf Grund der aktuellen Prohibition noch schwer einzuschätzen ist, sind auch hier mit Sicherheit hohe zusätzliche Steuereinnahmen möglich. Dazu genügt oft ein Blick in andere Länder, in denen Cannabis legal ist.

Cannabis Steuereinnahmen in den USA – Bericht für 2018 liegt vor

Die ITEP (institute on taxation and politic economy) hat jetzt den aktuellen Bericht zu den in 2018 erwirtschafteten Steuereinnahmen durch den Verkauf von Cannabis-Produkten veröffentlicht.

State and local excise tax collections on retail cannabis sales surpassed $1 billion for the first time in 2018. This marks a 57 percent increase over 2017 levels, driven partly by the start of legal retail sales in California and partly by rapid growth in cannabis tax revenues in five other states reporting revenue data: Alaska, Colorado, Nevada, Oregon, and Washington State.

Erstmals die 1 Milliarde-Marke überschritten

Nicht nur wurde die magische 1 Milliarde-Marke überschritten, sondern die Steuereinnahmen sind in Summe um starke 57% gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Und äußerst interessant daran: die Summe der Steuereinnahmen durch Cannabis-Verkäufe kommt schon fast an die Einnahmen heran, die durch Alkohol-Steuern erzielt wurden.

In states allowing taxable sales of recreational cannabis, annual cannabis excise tax revenues ($1.04 billion) already rival total excise tax revenues collected from all forms of alcohol ($1.16 billion) including beer, wine, and liquor. In Colorado and Nevada, cannabis excise taxes raise more revenue than alcohol excise taxes, and the same is projected to occur in California by 2020.

Wir hatten ja schon mehrfach auch das Thema Cannabis vs. Alkohol im HANF.biz-Magazin angesprochen. Der Trend ist aber nicht deshalb interessant, sondern erklärt vielmehr auch die aktuelle Entwicklung im Getränke-Markt, in dem nun viele der großen Brands und Player auch mit entsprechenden Cannabis-Getränken Fuß fassen möchten. Aus wirtschaftlicher Sicht verständlich: der Umsatz im Getränke-Segment bei alkoholischen Produkten geht auf Grund der Cannabis-Legalisierungswelle zurück, weil immer mehr Menschen das Cannabis-High dem Alkohol-Rausch vorziehen.

Cannabis Legalisierung in Deutschland?

Leider aktuell immer noch nicht wirklich in Sichtweite, trotz der zu erwartenden zusätzlichen möglichen Steuereinnahmen von geschätzten 2,66 Milliarden. Wer dazu ein bisschen mehr Information haben möchte, dem sei diese Studie vom Hanfverband ans digitale Herz gelegt.

 





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